BOTE(N) DER KATHARSIS


Unglaublich! Seine Musik, diese einfache Akustik-Gitarre - verbunden mit seiner Stimme, irgendwo zwischen zerbrechlich, eskapistisch und zielgenau - diese Musik ist vom Kino längst vereinnahmt worden.

Das große, stille Leiden - dafür will ihn das Kino. Kurz bevor der Plot eine letzte, entscheidende Wendung nimmt - oder sich in das Unvermeidliche fügt.

Eine schwierige Aufgabe und auch ein film-musikalisches Klischee - für das er allerdings nichts kann und wogegen anzuspielen ihm unmöglich ist. Er starb im Jahr 2003.

Aber damit folgt er einer Familientradition, obwohl er eigentlich nur als Familienmitglied im Geiste gelten kann; Mitglied in der Familie Buckley.

Diese Familientradition, auf sie hatte auch jene Familie Buckley keinen Einfluss, denn sie wurde vom Kino begründet.

Das Kino verschlingt solche tragischen Gestalten wie Elliott Smith geradezu. Und es spuckt sie als Boten der Katharsis wieder aus, das ist ihre Rolle!

Es liegt am Publikum, sie aus jener Rolle zu befreien.

Elliott Smith - Angeles
Screen Test: James Franco

Über 'Beverly Hills 90210', James Dean, das Comedy-Talent seiner Mutter und Küssen mit Sean Penn.
[via NY Times]