Die DNA der Arbeit

 WORK HARD PLAY HARD
DIE AUSBILDUNG
Aktuelle Kinobilder zur modernen Arbeitswelt

Nicht erst durch die sog. "Agenda 2010" wissen wir, dass die Zustände unter denen Menschen ihr Geld erarbeiten einem massiven Wandel unterliegen. Der Wandel der Arbeitswelten ist an sich ein alter, aber stetiger Prozess. Sozialer und technologischer Fortschritt haben zumindest in den westlichen Industrienationen das Arbeiten erheblich erleichtert. Doch diese Transformationen brauchten und brauchen bekanntlich einen Antrieb. Vereinfacht gesagt sind es vor allem zwei Kräfte, die hier mitunter sehr stark entgegengesetzt wirken: das Profitstreben der Unternehmer und das Streben der Arbeitnehmer nach Verbesserung der Arbeitsbedingungen und Reduzierung von Belastungen durch Arbeit. Darin gleichen sich beide Seiten wiederum, beide wollen leichter und besser an ihr Geld kommen. In diesem Zusammenhang ist dann die Ausbalancierung der Interessen geboten, die vorwiegend durch Tarifverträge, Arbeitsschutzgesetze und soziale Absicherung vorgenommen wird.

"Modern und dynamisch" - WORK HARD PLAY HARD

In Zeiten eines zunehmend ungezügelten Kapitalismus ist diese Balance nicht (mehr) gegeben. Die Menschen, die sog. Arbeitnehmer sehen sich immer stärker einem rauen Profitdruck ausgesetzt, der auf ihre Interessen kaum oder nur vordergründig Rücksicht nimmt. Sich im Kern aber nur darauf konzentriert, was profitabel ist und was nicht. Der Debütfilm DIE AUSBILDUNG und der dokumentarische Film WORK HARD PLAY HARD schauen sich in dieser Welt der Arbeit unter maximiertem Profitdruck um. In Dirk Lütters Film DIE AUSBILDUNG folgen wir dem Auszubildenden Jan. Er lernt in einem Call-Center, hat noch ein halbes Jahr bis zum Abschluss. Er arbeitet gut, doch die Zahlen seiner Abteilung sind es nicht. Der Geschäftsführer hat Jans mittelalte Abteilungsleiterin deshalb im Visier und versucht den jungen Azubi dazu anzustiften herauszufinden, was mit ihr los ist.