Schwul ist die Zukunft

Beobachtungen zum
nicht-heterosexuellen Kino
der Berlinale 2014

Scott Marlowe und Matthew Risch in TEST von Chris Mason Johnson
(c) Pro Fun Filmverleih 2014

Streng genommen gab es kein „Queer Cinema“ auf der Berlinale 2014. Das Weltkino, jenseits der Heteromatrix, scheint insbesondere in den Augen der KuratorInnen der zentralen Sektion Panorama ein schwules Kino zu sein.

Von den diesjährigen 23 ansatzweise nicht-heterosexuellen Langspielfilmen und -dokus umkreisten fünfzehn Werke ausschließlich schwule Handlungen und Protagonisten. Von den verbliebenen acht Filmen wurden nur zwei von Frauen realisiert. Inwiefern diese FilmemacherInnen sich selbst in irgendeiner Form als nicht-heterosexuell begreifen, bleibt fraglich. Gay Cinema also statt Queer Cinema.